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Samstag, 10. Februar 2018, 09:50

Will der DFK Vereine erhalten ?

Diese Frage bohrt sich in die Diskussion um den Mitgliederschwund der organisierten FKK-Vereine (DFK) in Deutschland.

Ist es nicht so, dass die Attraktivität für die Jugend fehlt und somit in 10 Jahren die DFK-Vereine überflüssig werden ?
Es ist doch erkennbar, dass kommerzielles Verreisen in die FKK-Reservate boomt, die Vermarktung ins südliche Europa verlagert wird. Hat sich der DFK strategisch-langfristig schon auf das Ziel eingeschossen und bedient gern die Reiseveranstalter, kippt das System Vereinsleben ? - Will der DFK dieser Entwicklung ernsthaft eine Kraft entgegen stellen ? - Hat er die Sache intern schon für verloren erklärt, will dies jetzt aber öffentlich noch nicht propagieren ? --> Zielsetzung und Werbung für modernes FKK - frische Kulturleitlinien einbringen ... ist die Zeit gekommen ?

Ich sage diese Entwicklung ist eingeläutet und lebendig. - Will die Jugend die Vereine eigentlich noch (attraktiv) ?

Die Jugend, wer ist das ? ;(

Liebe Grüße

Jörg
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2

Sonntag, 11. Februar 2018, 13:25

Zur letzten Frage: Potentielle Neumitglieder kennt man nicht, egal wie alt sie sind.

Der DfK ist Dachverband zahlreicher Vereine, die oft überaltert sind. Da fällt es schwer, junge Leute dazu einzuladen. Soll sich die Politik des Verbandes ändern, braucht er die Zustimmung der Vereine und Landesverbände. Schon die Erwähnung oder Werbung für Nacktwanderer stieß in weiten Kreisen auf Ablehnung. Überhaupt werden Ideen gern abgeblockt. Die alten Mitglieder wollen teiweise einfach ihre Ruhe haben.

Ich glaube, dass es ein Fehler war, auf Familie, Familiensport, zu setzen. Es ist eigentlich völlig normal, das Kinder nicht immer bei ihren Eltern bleiben. Fast alle Kinder der alten Mitglieder sind weg. Viele sind darüber frustriert und mögen neuen Mitgliedern nicht gern gönnen, den Platz einzunehmen, den ihre Kinder frei gemacht haben.

FKK-Vereine setzen sich nicht für mehr Freiräume für Nacktheit ein. Teilweise wird sie auf den Geländen eingeschränkt. So geben sie ihren Markenkern auf. Die Mitglieder hatten jedoch eben oft nie Ambitionen, zu werben oder etwas neues in der Welt zu versuchen. Sie wollten nur ein Freizeitparadies für sich und ihre Kinder bauen. Natürlich eines, nach ihrem Gusto. Diese enge Kleinfamilienidylle wirkt uninteressant bis abstossend.

Ich habe noch letztens gehört, dass zuviel öffentliche Veranstaltungen die Mitglieder zu sehr belästigen könnten. In jedem Sportverein freuen sich alle über Neue. Im FKK-Verein stören sie die Mittagsruhe.
Das muß sich ändern.

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Sonntag, 11. Februar 2018, 15:42

Ich sehe das ebenso !

Die Traditionskundschaft betoniert ihre Ansprüche, stellt ihre Konservendosen (Campingwagen) ab, bestimmt die Platzregeln und blockiert dominant den Wandel der nötig wäre. Dem DFK laufen die Mitglieder davon - die nehmen das nicht zur Kenntnis. Dann darf ich daraus schließen, dass in 10 Jahren, ich habe das mal mathematisch resultiert, die Lichter in den FKK-Vereinen aus Unterdeckung laufender Kosten, verlöschen, es sei denn es geschieht ein Wunder.

Da die Vereine sich für Neues nicht öffnen wollen, der DFK voll auf Tourismus setzt, trotzdem der Mitgliederschwund nicht zu stoppen ist (DFK-Mitgliedschaften), werden die FKK-Hochburgen und Kreuzfahrten den Wettbewerb für sich entscheiden, der DFK wird nur noch Verlegenheitsmitglieder haben und am Ende selbst obsolet werden. Ofen aus in ca 10 Jahren. :cursing: Die Fördergelder für Fam.- und Breitensport in den DFK-Vereinen sind dann gespart für den wirklich stattfindenden Jugendsport in DOSB-Verband und dessen SUB-KULTUREN.;) Ich verstehe diese Engstirnigkeit nicht !

Diese Prognose ist zwar finster, aber die Mathematik ist immer noch hinreichend verlässlich, so wird dann langsam alles Konserve um die Kosten zu decken, oder es wird an Haie des Tourismus verkauft und dann, ja was dann ? :S Ab in den Süden !

Liebe Grüße

Jörg
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Montag, 12. Februar 2018, 14:08

Beim DfK gibt es teilweise enge Beziehungen zum Tourismus, den er als FKK-Touurismus erhalten will und es gibt ja durchaus die Hoffnung, dass dadurch neue Mitglieder gefunden werden. Der DfK hat sich trotz der Bindung an die Vereine in letzter Zeit auch den freien Naturisten zugewandt. Als Verband ist das alles nicht ganz falsch. Die eigentliche Veränderung muß in den Vereinen stattfinden. Das ist schwer.
Ich finde es schade um die schönen Gelände. Möglicherweise interessieren sich ja schon Leute mit Geld für einige künftige Schnäppchen. Wenn Fliegen weniger subventioniert würde, könnte der Urlaub zuhause wieder an Attraktivität gewinnen. Bis dahin sollte man versuchen, die Vereine zu retten.
Auf grund der Altersstruktur ist es schon schwer, langfristig wirksame Investitionen, die auch Neumitglieder anziehen könnten, zu tätigen. Offenbar denken da einige nur noch bis an ihr eigenes Ende.
Auch viele unserer Mitglieder, besonders die Rentner, verbringen lange Zeiten auf Reisen, nicht auf dem Gelände. Das sind auch noch häufig keine FKK-Urlaube.

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Dienstag, 13. Februar 2018, 14:00

Schauen wir mal ...

was das für Früchte trägt. Tatenlosigkeit möchte ich dem DFK nicht vollends vorwerfen, immerhin versuchen sie ja in freibeuterischem Stil die nichtorganisierten, freien Naturisten, die Aufgeschlossenen, diese Jamaika-FKKler zu erbeuten. - Das Gefecht ist wohl aber noch nicht entschieden, weil es geht ja um besagte Freiheit, perspektivisch-universelle und individuelle Entfaltungsmöglichkeiten wie im Paradiese, 365 Tg./Jahr-Option, durch breites Spektrum von Angeboten, in gemeinschaftlicher, respektvoller und akzeptabler gegenseitiger Harmonie, an multiplen Orten und in wechselnder landschaftlicher Umgebung. Die Jamaikas sind ja einer Fraktion entflohen, die sie so nicht mehr wollen, ob sie sich nun wieder in ein Korsett drücken lassen, ich habe Zweifel.

Das Marketing des DFK hat sicherlich schon Anstregungen unternommen, wie die Jamaikas zukunftssicher unter ihr Dach zu stellen sind. Dies zu bewerkstelligen, ohne Mitgliedschaftsbeitrag, unter lockeren Konditionen, und konkret erörtert, welche Potenziale dahinter stehen. Diverse Erfahrungen hat der DFK ja schon, da muss nur noch klar gestellt werden, wie sich die DFK-Vereine von heute mit den Jamaikas (freie Naturisten) auf der Zeitschiene zusammenkoppeln lassen. - Diese alten Strukturen zu assimilieren. Das ist gnadenloser Wettbewerb, der macht vor nichts und niemandem halt, dieser Zug. Wer nicht mit will, bleibt am Bahnsteig stehen.

Die machen das schon - Prinzip Hoffnung. :fkk: Es lebe Jamaika. :fkk:

Liebe Grüße

Jörg
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Donnerstag, 15. Februar 2018, 21:49

Wen genau nennt man Jamaikas? wo wollte man die nicht mehr haben?
Die freien Naturisten könnten im DfK ein schönes Gegengewicht zur Camperfraktion bilden. Die meisten haben aber wohl keine Lust zu socher Verbandsarbeit. Sie glauben, Nackakzeptanz irgendwie so durchsetzen zu können.
Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass es in einigen häufig nacktbewanderten Regionen irgendwann Ärger gibt. Ohne Öffentlichkeitsarbeit und Auseinandersetzung wird das auf die Dauer nicht gehen. Ich war habe bei meinen wenigen Erfahrungen schon ein paar Szenen erlebt, dass sich Anwohner beklagt haben. Nackte stören die Ruhe, man weiss nicht, wie man es den Kindern erklären soll und es gab aufgeregte Diskussionen in den Familien. Da wird möglicherweise erst mal was akzeptiert aber beim soundsovielten Mal kommt es dann heraus. Da müsste man eigentlich mit den Leuten reden. Man kann ja nicht von den Toleranten erwarten, dass sie ihre Toleranz auch noch gegenüber dem Rest der Welt verteidigen.

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Freitag, 16. Februar 2018, 12:14

Die JAMAIKAS sind ein Fraktal unbekannter Dimension, Naturisten die sich nicht durch Mitgliedschaft in einer Institution verpflichtet haben. - Laut INF und dem DFK sind in der Bundesrepublik Deutschland in einem Rahmen von 3-5 Millionen (?) potenzielle Naturisten für den Tourismus und das Vereinsleben verfügbar oder verwertbar, eine Masse die ich zu den JAMAIKAS stelle.

Die JAMAIKAS selbst sind teilfrustrierte natur- und bewegungsbegeisterte, willige Naturisten, aber keinesfalls Interessenvertretene. - Ehrlich gesagt eine fiktive und zugleich reale Schicht, die ein Angebot sucht, es jedoch nicht finden kann, und somit in Eigeninitiative eine Lösung entwickelt.

Zurückgedrängt wird der Naturismus in der Bundesrepublik Deutschland faktisch sichtbar. Dies liegt neben einigen anderen Gründen an einer nicht effektiven Lobby. Die Imageveranstaltungen des DFK und der Landesverbände sind kein bedarfsdeckendes Angebotsspektrum für die Größenordnung der schlummernden Nachfrage. Protest gegen restriktive Maßnahmen, zum Beispiel beim Zrückfahren der Zeiten und Angebote für Naturisten in Institutionen, wie Bädern, Saunen, Wellnestempeln sind nur ein Teilaspekt dieser Betrachtung. - Wo sind hier DFK und INF als die sprichwörtlich offiziellen Vertreter der Naturisten ?

Kürzlich hatte ich ein erhellendes Erlebnis. Ich las mich durch die Sitzungsprotokolle des INF und der verfügbaren Titel des DFK. - Da
freuten sich einige Teilnehmer einer Sitzung des INF darüber, lediglich 1000 Mitglieder in 2017 verloren zu haben, dem DFK sind nach meiner Erkenntnis in 2017 mickrige 600 Mitglieder von der Fahne gesprungen. Mhhh. Eine Reaktion eben jener Frustrierter ?

Ich befasse mich vorerst theoretisch mit einer schon gediehenen Idee, wie die Leistungsträger für den Naturismus unterstützt werden könnten, aber sehr viel professioneller. Der Entwicklungsprozess steckt aber in den Kinderschuhen, ich kann an dieser Stelle noch nicht konkreter werden. Universitäten (geeignete Fakultäten) sollen involviert werden, um ein Konzept für eine umfangreichere Bedarfsdeckung zu erarbeiten. - Vorerst soetwas wie eine DENKFABRIK.

Zur Zeit sehe ich keine günstige Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland für gelebten Naturismus, welcher öffentlich akzeptiert und in praktischer Kultur erlebt und nachhaltig aufgebaut wird. - Ich sehe Schläfrigkeit, einen Spielball für den Reisetourismus, ein Desinteresse für den Einzelnen interessierten Naturisten in seiner lokalen Situation. So sehe ich das. :)

Ich hoffe, das mir hier jetzt nicht ein Strick gedreht wird, ich bin mir durchaus bewusst, das diese Foren ein Ableger (über 4 Ecken und drei Kanten) des Vereins fkk-jugend e.V. ist. Ein nicht so optimistischer Beitrag wie dieser hier, könnte den Betreiber dieser Seite und den Administrator auf die Idee bringen, den Henker zu geben. Ich hoffe auf Milde, glaube zu meinen Gunsten, nicht gegen gültige Forenregel verstoßen zu haben. Die anderen Leser bitte ich um gleiche Gnade im Sinne gelebter Freizügigkeit und Toleranz.

Liebe Grüße

Jörg
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kalle

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Freitag, 16. Februar 2018, 16:12

Der DFK ist nur ein Dachverband, und mit den kleinen Beträgen die der Verband von den Vereinen bekommt, kann man keine dicke Lobby - Arbeit betreiben.

Übrigens: Dieses Forum ist kein "Ableger" eines Vereins. Richtig ist, das der Ex - Vorstand der fkk-jugend e.V. dieses Forum mit schmutzigen Methoden platt machen wollte um die Internet Domain übernehmen zu können.
Richtig ist aber auch, das der FSG - Jugendverband aus NRW hier im Forum vertreten ist.

Auf das Thema "Lago" angesprochen wurde mir klar gemacht, das der Landesverband da nichts machen kann. Die Initiative muss aus den regionalen / lokalen Vereinen kommen.

@Jörg,

anstatt zu meckern sollte man (jeder einzelne) seinen Beitrag leisten. Das beste Beispiel für eine gute Arbeit wird derzeit im Berliner FKK - Verein http://www.fsv-adolf-koch.de/ geleistet.
textilfrei schwimmen in Leverkusen -> www.fsg-lev.de

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Freitag, 16. Februar 2018, 19:06

Meine Rede - Danke für die Blumen !

Zitat

Auf das Thema "Lago" angesprochen wurde mir klar gemacht, das der Landesverband da nichts machen kann. Die Initiative muss aus den regionalen / lokalen Vereinen kommen.
Ich lebe in Nordfriesland, will mich der Sache aber mal annehmen. Nennt mir doch mal 1 oder 2 lokale Vereine nahe Herne, günstiger Weise auch die Kontaktadressen der Vorstände. - So können wir uns mal engagieren (WIR-Gefühl), mit vereinten Kräften.

Notfalls setze ich alle Hebel in Bewegung, um hier eine Reaktion und Aktivität zu erreichen. Es gibt da Mittel und Wege, alternativ Lokalpolitiker und Lokalpresse zu bemühen - oder noch Intensiveres. Ich bin in der Liga der außergewöhnlichen Gentlemen hinreichend bekannt. Ich setze hier jetzt aber auf Co-working. Vielleicht kann mir der FSG - Jugendverband aus NRW helfen, einen kleinen Beitrag leisten.

@ Kalle

Wenn uns hier der Triumph winkt, dann haben WIR einen Beitrag geleistet ?

Die Frage lautet jetzt also, wer sind die zuständigen Interessenvertretungen (Vereinsvorstände) ?

Liebe Grüße

Jörg
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Joki

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Samstag, 17. Februar 2018, 17:31

1.) FKK geht überall zurück. Da interessieren mich nicht Reiseveranstalter. Ich denke ganz konkret an FKK-Strände und Campingplätze und an die Freiheit an Baggerseen und am Meer.
2.) viele Vereine klagen über Nachwuchsmangel - das ist kein spezifisches Problem des DFK oder von lokalen FKK-Vereinen.

Was ich im Miramar beobachtet habe - und das gilt nicht nur dort: Es kommen kaum noch Jugendliche, auch immer weniger Kinder. Was soll das hängen an FKK-Badezeiten. Das Problem liegt an erster Stelle beim Publikum, aber auch beim Zeitgeist - das streichen der FKK-Zeiten ist die Folge.

Mein Grundsatz ist ein anderer: "Weniger ist mehr" - Ich möchte gar nicht große teure Erlebnisbäder. Ich möchte ein "Zurück in die Natur", im Winter Nacktbadezeiten in bescheidenen Hallenbädern. Das können Vereine viel leichter organisieren, als sich in solche Konflikte einzumischen, wo sie gar nicht zuständig sind. Dazu braucht man Leute, die bereit sind sich einzubringen und zu organisieren. Und genau hier liegt der eigentliche Mangel. Niemand hat mehr Zeit, Verbindlichkeit wird immer schwieriger - und da sehe ich auch den Grund für den Nachwuchsmangel der Vereine. Vereine sind nicht primär Interessenvertretung in der großen Politik, sie sind erst einmal Treffen, um sich im privaten Kreis zu organisieren. FKK-Vereine haben ihr eigenes Gelände, um das sie vorrangig Sorge tragen. Ich bin Mitglied im SuN geworden, um auf dem Vereinsgelände meine Freizeit zu verbringen - nicht, damit der Verein anderswo meine Interessen vertritt. Da fordere ich eher eine Öffnung des Geländes für FKK-interessierte Gäste als Einmischung in Streitigkeiten anderswo. Aber es gibt gute Gründe, nicht jeden unkontrolliert einzulassen - sonst haben wir bald die selben Zustände wie in den Bädern, die FKK abschaffen.
FKK (ist) die Kunst, Adam und Eva zu spielen, ohne an den Sündenfall zu denken.(Bartnik & Sartin)

http://sun-witten.de/das-vereinsgelaende/schwimmbad/

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Sonntag, 18. Februar 2018, 09:28

... es verwittert das Miteinander, solche Gedankengänge.

Zitat

... sonst haben wir bald die selben Zustände wie in den Bädern, die FKK abschaffen.
Sind die Beschwerdeführer die organisierten Naturisten ? - Fühlen sich die Vereins-Naturisten benachteiligt ?

Mich hat es irritiert, aber auch zweifeln lassen, dass Urlauber und Gelegenheitsbesucher die Nacktbadezeiten torpedieren, indem sie unhaltbare Zustände, an die Adressen der Geschäftführungen der Bäder, reklamieren. (eher sehr selten vor Ort, verbal). Das war auffällig.

Ich schließe es nicht aus, dass gerade Vereins-Naturisten, des jeweils lokalen Umfeldes eines Bades, federführend die Masse der Beschwerdeführer sein könnte. Das Interesse, Motiv ist wohl begründet, wenn ich die Kommentare hier lese. Ich habe auch nie begreifen wollen, warum Urlauber und ortsfremde Beschwerdeführer schriftlichen Aufwand betreiben sollten, denn diese Gäste haben ja kein nachhaltiges Besuchsinteresse für das wohl eher einmalig erkorene Freizeitbad. - Es sei denn, diese Gäste wurden massiv (pervers) von nackten Schein-Naturisten genötigt, oder andersartig vergrämt. - Solch ein Phänomen existiert meines Glaubens nur in den Wunschlisten ganz spezieller Gäste.

Weiter gedacht ...

Findet hier ein territorialer Machtkampf der Naturisten ein Feld ? - Dann würde die Blockadehaltung bei der Zuständigkeitsfrage bezüglich der Interessenvertretung Sinn ergeben. Dann wären Kräfte aus dem Lager der Vereins-Naturisten am Wirken.

Ich bleibe bezüglich einer wahrhaften Aufklärung engagiert, speziell und aktuell im Sinne der Interessen aller Naturisten des Lago/Herne. Auch für die Gesamtbetrachtung der bundesdeutschen Bäder-Zeiten-Situation ist hier Licht ins Dunkel zu bringen !

Eine sehr verworrene Gemengelage... wer tritt hier eigentlich auf die Notbremse ! X(

Liebe Grüße

Jörg
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Joki

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Sonntag, 18. Februar 2018, 15:50

Nun bin ich kein Vereinsnaturist, spreche auch nicht für Vereine, sondern Single, der an Badeseen und im Miramar Freunde gefunden hat. Das Miramar habe ich aus der Perspektive eines Anschluß suchenden Einzelgängers, mit Jugendlichen Freunden und mit Kindern, die ich zusammenhalten und im Auge behalten sollte, kennengelernt. Erst viel später bin ich in Witten in den SuN eingetreten, weil der Verein die beste Bademöglichkeit vor Ort bietet. Da ich nun im Westerwald arbeite, bin ich zum FKK nur gelegentlich im Verein, viel öfter wieder an Badeseen (vor allem Trennfelder See am Main) oder in der Wildnis auch an Bächen im Westerwald. Deshalb ist es Unsinn, mich einer Partei in einem solchen Machtkampf einzusortieren, der in meinen Augen reines Phantasiegespinst ist. Es geht vielmehr um konstruktive Kritik und Vorschläge für ein Zusammengehen.
FKK (ist) die Kunst, Adam und Eva zu spielen, ohne an den Sündenfall zu denken.(Bartnik & Sartin)

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Sonntag, 18. Februar 2018, 18:06

Ein Schachbrett hat 64 Felder - die Phantasie ist das 65. Feld. - Es wird benötigt als geistiger Parkplatz. (Kontemplation).

Ein Phantasiegespinst ist nichts negatives, ich nehme das als Kompliment. Unter Umständen kommt man der angemahnten konstruktiven Kritik und den Vorschlägen für ein Zusammengehen durch Zuhilfenahme der Phantasie bei der realen Umsetzung dann auch zu Ergebnissen, die alle Parteien begünstigen, etwas näher.

Ich versuche das Blatt zum Besseren zu wenden, einen Konflikt nach dem anderen zu erkennen, um dann mit Phantasie zu einer optimalen Lösung zu finden. Steve Jobs, einer der größten amerikanischen Innovatoren, hat sich von alten Denkmustern gelöst, ohne sein Talent wäre unsere Welt heute eine andere. Er war mutig genug die Phantasie zu bemühen. :P

Es gibt immer Opfer, auch beim Schachspiel, ansonsten käme es nie zu einem Resultat. Die Pyramide der DFK-Gilde ist ein Artefakt verstaubter Zeit und gehört belüftet. Deshalb dieser Thread. Aber keiner hat Vorschläge für Verbesserungen. Es gibt nur Rückschau und Bedauern von Zuständen. Auch Joki hat gesagt, was er gesagt hat. Und welche Lösung führt zu Vertrauen unter Naturisten, ja da weiß der DFK und auch keine andere (Nicht)Zuständigkeit eine konstruktive Kritik und Vorschläge für ein Zusammengehen.

Wobei ich mich jetzt frage: Was war zuerst - das Huhn oder das Ei ? Ach Leute, das krieg ich auch noch raus !

Liebe Grüße

Jörg

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Sonntag, 18. Februar 2018, 18:39

Für die FKK-Vereine ist es sicher ein weiter Weg, bis sie dahin kommen, sich für Möglichkeit für Nacktheit in ihrer Umgebung einzusetzen. Joki hat es ja so geschrieben. Mitglieder denken zunächst an die Erhaltung des eigenen Geländes. Ich weiß nicht, ob es Mitglieder oder gar Vereine gibt, die sich gegen FKK-Möglichkeiten wenden. Bei Einzelnen könnte dass sein, wenn jemand der Meinung ist, da geschehe etwas, was der FKK-Moral widerspricht.
Solche Gerüchte oder Tatsachen werden anscheinend nicht selten gegen Nacktbadestellen und andere Möglichkeiten gerichtet. Viele Nutzer kommen sicher von weit her, weil es immer noch viele vermeiden wollen, Bekannte zu treffen und deshalb zum Nacktbaden weiter weg fahren. Diese Leute werden sich kaum outen und gegen ein Verbot des Nacktbadens vorgehen.
Die Mitglieeder in den Vereinen haben sehr unterschiedlihe Vorstellungen davon, wann man nackt sein soll, darf, will oder egentlich möchte, aber sich nicht traut. Wenn von einer größeren Gruppe die Rede ist, die möglicherweise auf FKK-Angebote eingehen könnte, sollte man auch von diesen unterschiedlichen Einstellungen ausgehen. Man kann nicht davon ausgehen, unter ihnen viele Nacktwanderer in nächster Umgebung ihres Wohnortes zu finden.
In den Vereinen wird offensichtlich viel zu wenig miteinander über unterschiedliche Einstellungen geredet. Eher gibt es Gerede über die Anderen. Gegenseitige Akzeptanz, Zuhören und ein Nachdenken über die eigenen Einstellungen findet kaum statt. Ich finde es immer wieder unglaublich, wie schnell mit Behauptungen Gespräche abgeblockt werden, das gehöre nicht zur FKK, dies und das aus versicherungs- oder anderen rechtlichen Gründen nicht möglich oder es widerspreche der Tradition oder der Satzung oder der Geländeordnung.

Ich glaube, dass die Idee des Familienvereins heute viel schadet. Da wollten Eltern etwas schaffen, das sie an ihre Kinder vererben können. Das ist selten gelungen. Nun ist es fast unmöglich, diese frustrierten Eltern dazu zu bewegen, ihr Interesse auf die Erweiterung der Möglichkeiten zur Nacktheit zu richten. Sogar gegen Investitionen wird angeführt, dass ja die meisten schon alt seien und wer denn irgendwann die Schulden bezahlen soll.

Auch die sog. freien Naturisten haben wenig Tendenz dazu, Nacktheit politisch vertreten zu wollen. Nacktwanderer nehmen sich zwar das Recht und demonstrieren so auch für Nacktheit. Oft würden sie das aber nicht bestätigen. Sich im DfK für ihre Interessen einzusetzen, scheitert offensichtlich an der gepflegten Individualität. Immerhin fand ich Gespräche in diesem Kreis deutlich einfacher. Aber auch hier gibt es sehr schnell die Reaktion, das oder gar du gehörst nicht hier her.

Außerhalb der naturistisch Bewegten gibt es heute Diskurse über Kleidung in der Sauna, skandalöse, peinliche Nacktbilder von angeblich Prominenten, Grenzen zwischen Kunst und Pornografie, Nacktparties, religiöse Verbote von Nacktheit, Exhibitionismus, Nacktheit im Theater, Mißbrauch, angebliche Frühsexualisierung von Kindern durch Aufklärung usw. Mitglieder der Vereine, die Vereine oder ihre Verbände könnten sich an diesen Diskursen beteiligen und so als öffentliche Instanz wahrnehmbar sein. Wo es wenigen gelingt, hat es oft positive Aufmerksamkeit. Trotzdem bleibt zuvieles ungenutzt. Sicher ist das nauch deshalb so, weil eben die Auseinandersetzung mit solchen Themen fehlt.

Holgi

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15

Montag, 19. Februar 2018, 20:09

Der
DFK kann keine Vereine retten, das müssen diese schon selbst erledigen.
Und dabei treten, wie schon beschrieben, Probleme auf, die nicht so
ganz einfach zu lösen sind. Geändert
werden müsste vieles, doch das ist gar nicht einfach.


Ich war selbst lange Jahre Vorsitzender eines Sportvereins und die Probleme fangen schon im Wesen des Vereins an sich an.


e.V.
hört sich ja immer gut an, bedeutet aber in Deutschland eben auch eine
Menge Bürokratie. Änderungen im Vereinsregister und an der Satzung sind
immer durch einen Notar zu
beurkunden, es sind Vorstandssitzungen und Jahreshauptversammlungen
abzuhalten und das alles kostet dem, der es macht, einen Haufen Zeit,
Nerven und Geld und bringt den Verein kein Stück voran. Die Folge
hiervon ist, daß die Vorstandämter oft von Leuten besetzt
werden, die genug Zeit haben. Leider fehlen denen oft die Ideen….


Egal,
was ich vorhätte, ich würde nach alledem, was ich erlebt habe, niemals
mehr einen Verein gründen, denn die Vorteile, die die Eigenschaft des
Vereines einmal bot, sind dahingeschwunden.
Kostenlos, „für´n guten Zweck“, rückt heute kaum einer mehr was raus,
und wenn es um die viel diskutierten Badezeiten geht, ist eine
zahlungswillige Gruppe von 50 Leuten, die beim saunieren nackt schwimmen
wollen, sicher willkommener, als ein Verein, der nichts
zahlen kann und will (soll nur ein Beispiel sein).


Und
so ganz nebenbei haftet der Vereinsvorstand mit seinem ganzen
Privatvermögen für irgendwelche Ansprüche Dritter, die an den Verein
gestellt werden. Heißt im Klartext: Geht
was schief, biste u.U. pleite. Dies war in unserem Tauchverein immer
ein ganz heißes Eisen, da Tauchunfälle auch tödlich enden können. Kann
in einem solchen Fall dem Verein ein Versäumnis nachgewiesen werden,
dann gute Nacht.




Die Fkk-Vereine sind meiner Meinung nach oft weder Fleisch noch Fisch.


Da
werden alle möglichen Sportarten angeboten, aber sobald das dann in
einer städtischen Turnhalle stattfindet, hat man textil zu erscheinen,
weil man ja gesehen werden könnte
(was mir am Allerwertesten vorbei gehen würde, aber das zählt nicht).
Oder noch schlimmer, wie beim LBN Wuppertal, die Schwimmzeit ist auch
noch textil. Horror!


Statt
konsequent, wie der von Kalle erwähnte Adolf Koch Verein in Berlin, auf
Nacktheit zu setzen, wird versucht, es allen recht zu machen und so
möglichst viele Mitglieder zu
gewinnen. Das ist meiner Meinung nach der falsche Weg, denn wenn ich
einem Fkk-Verein beitrete, erwarte ich, auf Kleidung verzichten zu
können, u.U. sogar zu müssen. Und mal ehrlich, für welche Hallensportart
muss man denn zum Schutz Kleidung tragen? Jeder
dürfte ein Saunatuch und eine Gymnastikmatte besitzen und damit ist der
Hygiene dann auch Genüge getan.




Weiterhin
habe ich häufig die Unfähigkeit zur Veränderung beobachtet. Mitglieder,
die neue Ideen haben, werden auf´s kritischste beäugt und ganz schnell
kaltgestellt, wenn sie
die heilige Ruhe und Ordnung des Vereins (vulgo: der alten Säcke)
stören könnten. Getreu dem alten Motto: War immer schon so – könnt ja
jeder ankommen – haben wir noch nie gemacht. Ein paar Beispiele:


-
Wlan?! Die Kinder sollen den Spielplatz nutzen!

-
Yoga?! Das kann man der Übungsleiterin doch nicht zumuten (ohne vorher mal gefragt zu haben)!

-
Badminton nackt in der Halle?! Wenn das einer sieht! (Ja, was ist denn dann??? Weltuntergang, oder was?)

-
Wieso
ein anderes Material für die Wege auf´m Gelände? Wenn´s weh an den
Füßen tut, zieh doch Schuhe an! (Es gibt auch noch was anderes als
Schotter, aber bitte, wenn
nur der Preis zählt…)


-
Tag der offenen Tür?! Neiiiin!!!! Ganz schrecklich…..

-
Und Werbung macht sowieso kein Verein.



Eigentlich
haben die Vereine alles, um keine Mitgliedersorgen haben zu müssen,
Platz und Sportangebote satt, Sauna und Vereinsheim usw. Auf die Idee,
dieses Angebot der Öffentlichkeit
in Form von Übernachtungsmöglichkeiten / Urlaubsquartier /
Tagesmitgliedschaft zugänglich zu machen, kommen nur wenige Vereine. Die
Fremden könnten ja Spanner oder Diebe sein. Stattdessen gibt es eine
Probezeit für neue Mitglieder, Pflichtstunden und Piercingverbote
(ich hab selbst keines, würde mir das aber garantiert nicht verbieten
lassen wollen).


Daß
dann diejenigen, die vielleicht einfach nur mal ohne Höschen
schwimmen/sonnen möchten, lieber an den nächsten See fahren, dort blank
ziehen und reinspringen, ist für mich
kein Wunder. Wozu soll man sich denn auch den ganzen anderen Kappes
antun und auch noch dafür zahlen? Daß das o.g. Konzept gut funktioniert,
sieht man am Zieselsmaar: tausende Tagesmitglieder – alle nackt.
Benimmt sich jemand total daneben, kann man den immer
noch rausschmeißen.



Mein Fazit: Fkk Vereine sind nur bedingt geeignet, um wirklich nackt und frei zu leben und Sport zu treiben, es gibt dort zuviele andere Interessen und vor allem auch Hemmungen, Anderen, Fremden nackt gegenüberzutreten. Die oft genannte gemeinschaftliche Nacktheit ist eher in einen nackten Individualismus übergegangen, aber das ist durchaus in Ordnung und vor allem zeitgemäß.

Holgi

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  • »Holgi« ist männlich

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16

Montag, 19. Februar 2018, 20:18

Der DFK kann keine Vereine retten, das müssen diese schon
selbst erledigen. Und dabei treten, wie schon beschrieben, Probleme auf, die
nicht so ganz einfach zu lösen sind. Geändert werden müsste vieles, doch das
ist gar nicht einfach. Ich war selbst lange Jahre Vorsitzender eines
Sportvereins und die Probleme fangen schon im Wesen des Vereins an sich an.


e.V. hört sich ja immer gut an, bedeutet aber in Deutschland
eben auch eine Menge Bürokratie. Änderungen im Vereinsregister und an der
Satzung sind immer durch einen Notar zu beurkunden, es sind Vorstandssitzungen
und Jahreshauptversammlungen abzuhalten und das alles kostet dem, der es macht,
einen Haufen Zeit, Nerven und Geld und bringt den Verein kein Stück voran. Die
Folge hiervon ist, daß die Vorstandämter oft von Leuten besetzt werden, die
genug Zeit haben. Leider fehlen denen oft die Ideen….





Egal, was ich vorhätte, ich würde nach alledem, was ich
erlebt habe, niemals mehr einen Verein gründen, denn die Vorteile, die die
Eigenschaft des Vereines einmal bot, sind dahingeschwunden. Kostenlos, „für´n
guten Zweck“, rückt heute kaum einer mehr was raus, und wenn es um die viel
diskutierten Badezeiten geht, ist eine zahlungswillige Gruppe von 50 Leuten,
die beim saunieren nackt schwimmen wollen, sicher willkommener, als ein Verein,
der nichts zahlen kann und will (soll nur ein Beispiel sein).





Und so ganz nebenbei haftet der Vereinsvorstand mit seinem
ganzen Privatvermögen für irgendwelche Ansprüche Dritter, die an den Verein gestellt
werden. Heißt im Klartext: Geht was schief, biste u.U. pleite. Dies war in
unserem Tauchverein immer ein ganz heißes Eisen, da Tauchunfälle auch tödlich
enden können. Kann in einem solchen Fall dem Verein ein Versäumnis nachgewiesen
werden, dann gute Nacht.


Die Fkk-Vereine sind meiner Meinung nach oft weder Fleisch
noch Fisch. Da werden alle möglichen Sportarten angeboten, aber sobald das dann
in einer städtischen Turnhalle stattfindet, hat man textil zu erscheinen, weil
man ja gesehen werden könnte (was mir am Allerwertesten vorbei gehen würde,
aber das zählt nicht). Oder noch schlimmer, wie beim LBN Wuppertal, die Schwimmzeit
ist auch noch textil. Horror!





Statt konsequent, wie der von Kalle erwähnte Adolf Koch
Verein in Berlin, auf Nacktheit zu setzen, wird versucht, es allen recht zu
machen und so möglichst viele Mitglieder zu gewinnen. Das ist meiner Meinung
nach der falsche Weg, denn wenn ich einem Fkk-Verein beitrete, erwarte ich, auf
Kleidung verzichten zu können, u.U. sogar zu müssen. Und mal ehrlich, für
welche Hallensportart muss man denn zum Schutz Kleidung tragen? Jeder dürfte
ein Saunatuch und eine Gymnastikmatte besitzen und damit ist der Hygiene dann
auch Genüge getan.





Weiterhin habe ich häufig die Unfähigkeit zur Veränderung
beobachtet. Mitglieder, die neue Ideen haben, werden auf´s kritischste beäugt
und ganz schnell kaltgestellt, wenn sie die heilige Ruhe und Ordnung des
Vereins (vulgo: der alten Säcke) stören könnten. Getreu dem alten Motto: War
immer schon so – könnt ja jeder ankommen – haben wir noch nie gemacht. Ein paar
Beispiele:-


Wlan?! Die Kinder sollen den Spielplatz nutzen!


Yoga?! Das kann man der Übungsleiterin doch nicht zumuten
(ohne vorher mal gefragt zu haben)!


Badminton nackt in der Halle?! Wenn das einer sieht! (Ja,
was ist denn dann??? Weltuntergang, oder was?)


Wieso ein anderes Material für die Wege auf´m Gelände?
Wenn´s weh an den Füßen tut, zieh doch Schuhe an! (Es gibt auch noch was
anderes als Schotter, aber bitte, wenn nur der Preis zählt…) Tag der offenen
Tür?! Neiiiin!!!! Ganz schrecklich…..


Und Werbung macht sowieso kein Verein.





Eigentlich haben die Vereine alles, um keine
Mitgliedersorgen haben zu müssen, Platz und Sportangebote satt, Sauna und
Vereinsheim usw. Auf die Idee, dieses Angebot der Öffentlichkeit in Form von
Übernachtungsmöglichkeiten / Urlaubsquartier / Tagesmitgliedschaft zugänglich
zu machen, kommen nur wenige Vereine. Die Fremden könnten ja Spanner oder Diebe
sein. Stattdessen gibt es eine Probezeit für neue Mitglieder, Pflichtstunden
und Piercingverbote (ich hab selbst keines, würde mir das aber garantiert nicht
verbieten lassen wollen).





Daß dann diejenigen, die vielleicht einfach nur mal ohne
Höschen schwimmen/sonnen möchten, lieber an den nächsten See fahren, dort blank
ziehen und reinspringen, ist für mich kein Wunder. Wozu soll man sich denn auch
den ganzen anderen Kappes antun und auch noch dafür zahlen? Daß das o.g.
Konzept gut funktioniert, sieht man am Zieselsmaar: tausende Tagesmitglieder –
alle nackt. Benimmt sich jemand total daneben, kann man den immer noch
rausschmeißen.





Mein Fazit: Fkk Vereine sind nur bedingt geeignet, um
wirklich nackt und frei zu leben und Sport zu treiben, es gibt dort zuviele
andere Interessen und vor allem auch Hemmungen, Anderen, Fremden nackt
gegenüberzutreten. Die oft genannte gemeinschaftliche Nacktheit ist eher in
einen nackten Individualismus übergegangen, aber das ist durchaus in Ordnung
und vor allem zeitgemäß.

Holgi

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17

Montag, 19. Februar 2018, 20:20

Kann mir mal einer verrraten, was die Forensoft mit meiner Formatierung angestellt hat?!? In Word sah das anders aus.

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18

Montag, 19. Februar 2018, 20:50

Das ist mir mit Libre-Office auch passiert.

Keine grauen Haare wachsen lassen - die kommen von alleine !

Der Editor mag Einfügungen und Korrekturen bei der Textentwicklung nicht 1:1 abbilden. Ich nutze immer die Vorschau. Steuerbefehle (unsichtbar) bleiben in der Ursprungsfassung der Architektur stehen, so hast Du dieses gedichtähnliche Bild. Eventuell ist die Autokorrektur auf einen zu langen Zeitrahmen für eine durchschnittliche Textentwicklung fixiert. - Da muss ein Coder eingreifen.

Ich ärgere mich ständig über dieses Nachformatieren. - Nicht kompatibel mit aktuellen Office-Anwendungen. :cursing:

Liebe Grüße

Jörg
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19

Dienstag, 20. Februar 2018, 18:09

Große Probleme mit dem Editor Kalle !

Bei längeren Texten, die an die 10 tsd. Zeichen rankommen, spinnt der Editor heftig, woran liegt das ?
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20

Dienstag, 20. Februar 2018, 18:46

Die Folge hiervon ist, daß die Vorstandsämter oft von Leuten besetzt werden, die genug Zeit haben. Leider fehlen denen oft die Ideen….
Danke Holgi, für die große Mühe und den wertvollen Input. Eine Struktur kann nicht ohne ein Fundament stehen. Logik ist das Fundament der Funktion. Kölner Spezialisten eifern um neue Lösungen. Das kann noch Monate dauern.

Der DFK und die Landesverbände mit seinen Vereinen laufen finanziell schon auf dem Zahnfleisch. Diese Situation ist für einen e.V. nicht tragbar. Wenn dann die Phantasie für eine nachhaltige Zukunftsperspektive fehlt, ist das traurig.

Liebe Grüße

Jörg
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