Nun ist´s ja so, daß die viele FKK Vereine in den letzten 20 Jahren alles verpennt haben, was mit Mitgliederwerbung zu tun hat. Das trifft auch auf andere Vereine links und rechts des "Mainstream" von Fußball, Schwimmen usw. zu !
Das hatte zur Folge, daß Vereine "uncool" wurden, weil eben vieles andere, konsumorientierte, cooler schien und besser vermarktet wurde. Ab den neunziger Jahren war der konsumgeile Proletarier ja Programm und politisch erwünscht.
Wenn ich den LBN Duisburg als gutes Beispiel für einen familienfreundlichen, offenen Verein ´rausnehme, was bleibt denn dann noch ?
Ich komme aus Wuppertal und hatte schon immer Spaß am nackten Leben, spätestens ab 18 - 20 Jahren wäre eine FKK Vereinsmitgliedschaft für mich logisch gewesen. Fakt ist, ich habe ~15 Jahre nicht gewusst, daß in unserer Stadt ein solcher Verein existiert ! Als wir dann dort mitglied wurden, hatten wir eher den Eindruck, daß wir höchst willkommene Arbeitskräfte waren ( jaha, wir haben das Durchschnittsalter der Mitglieder drastisch gesenkt) aber ansonsten gefälligst die Klappe zu halten haben.
Für Jugendliche war da schlicht gar nix ! Kein Konzept, keine Angebote, eher Verbote und zur Krönung eine textile Schwimmbadzeit, was der Vorstand auch völlig ok fand.
Sehr vieles scheitert m.E. schon im Vorfeld an der Öffentlichkeitsarbeit, denn wenn die Vereine nicht wahrgenommen werden, wie soll dann ein Jugendlicher zur FKK kommen ?! Wenn FKK Interessierte wissen, wo sie Gleichgesinnte finden, dann kommen die auch !
Daß jemand "einfach so" am Strand die Hüllen fallen läßt, wird wohl eher an der Küste passieren, sicherlich nicht im kommunalen Freibad, auf der Parkwiese oder im Wald, auch wenn´s so ´rum genau richtig wäre.